GenaU hingeschaut

Die Schülerlabore im Netzwerk GenaU sind genauso vielfältig wie ihre Angebote. Und alle haben ihre eigenen Besonderheiten. Seit 2012 schauen wir in jedem Newsletter ein wenig genauer auf eines der Labore, um diesen Besonderheiten Raum zu bieten. In dieser Rubrik finden Sie alle bisher erschienen Beiträge chronologisch geordnet.

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GenaU hingeschaut: Das Extavium – das naturwissenschaftliche Mitmachmuseum

Wissen zum Anfassen

Als außerschulischer Lernort existiert das naturwissenschaftliche Mitmachmuseum seit zehn Jahren. Mit seiner interaktiven Ausstellung und zahlreichen Experimentierkursen begeistert das Extavium alle, die mehr über Naturwissenschaft erfahren möchten.

Die Exponate der im Sommer 2016 neu gestalteten Ausstellung laden kleine und große Forscher ein, die unterschiedlichsten naturwissenschaftlichen Phänomene auf spielerische Art zu entdecken: Kann man seinen Schatten einfrieren? Was haben Schokoküsse mit Luftdruck zu tun? Warum können Mäuse schneller den Weg durch ein Labyrinth finden als wir Menschen?

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter stehen den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Rede und Antwort, wenn der Forschungsdrang nach tieferen Einblicken verlangt. Dabei gehen diese Fragen von den Kindern aus – im Extavium wird nicht abgefragt, sondern angeregt und nicht selten der erste Funke für ein Interesse an den Naturwissenschaften gezündet.

Licht und Farben Patty (Foto: Extavium)

Licht und Farben Patty (Foto: Extavium)

Mitmachen, Staunen, Verstehen

Dies ist nicht zuletzt den Experimentierkursen zu verdanken, die sich an alle Altersgruppen wenden. In den speziell für Kinder im Kindergartenalter konzipierten Kitaforscher-Wochen werden unterschiedliche Themen aus der Erlebniswelt der kleinen Forscher behandelt: Wie schmeckt eigentlich das Sonnenlicht? Ist Luft „nichts“? Dabei werden die Kinder auf ihrem Wissensstand abgeholt und nehmen aktiv an den Kursen teil.

Kitaforscher (Foto: Extavium)

Kitaforscher (Foto: Extavium)

Das Grundschulprogramm des Extaviums bietet zahlreiche Kurse zu den Themen Chemie und Physik im Alltag, Mathematik, Umwelt, Energie und Optik. Die zweistündigen Oberschulworkshops richten sich an Schülerinnen und Schüler aus den weiterführenden Schulen und tauchen tief in die jeweilige Materie ein: Hier werden unter anderem Farbstoffsolarzellen und kleine Elektromotoren selbst gebaut.

In regelmäßigen Abständen finden auch Workshops und Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher statt. Auf diese Weise können die Kindergärten und Schulen direkt von der vielfach erfolgreich erprobten Wissensvermittlung und den Experimenten profitieren.

Die Themen, Exponate und Experimentierkurse des Mitmachmuseums entstehen nicht am Reißbrett, sondern werden von der wissenschaftlichen Leitung zusammen mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Wissenschafts-Alltag, in den eigenen Laboren und im Dialog mit der Zielgruppe entwickelt.

Sauerstoff Patty (Foto: Extavium)

Sauerstoff Patty (Foto: Extavium)

Begreifen, was die Welt zusammenhält

Gerade die Interaktion mit den Besuchern und die individuelle Betreuung durch das engagierte Team stellen ein Alleinstellungsmerkmal des Extaviums dar. Dies ist ein Garant dafür, dass das Wissen bei allen Interessierten ankommt – und der Funke überspringt. Für viele ist es sogar die erste Begegnung mit den Naturwissenschaften, womit ein Grundstein für das künftige Interesse an dieser Disziplin gelegt ist.

Weitere Informationen finden Sie unter: link  https://www.extavium.de/.

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Das GFZ Schülerlabor

Das Schülerlabor des GFZ geht auf die Suche nach dem Schatz der Isotope

Seit Kurzem können sich Fünft- und Sechstklässler in der GeoWunderWerkstatt, dem Schülerlabor des GFZ für Vor- und Grundschüler, auf eine ganz besondere Schatzsuche begeben. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sektion link  Geochemie der Erdoberfläche erstellte das Schülerlabor im Rahmen des ITN-Projekts IsoNose ein Konzept für das Projektmodul „Der Schatz der Isotope – kleinen Teilchen auf der Spur“.

 Ein Schüler untersucht mithilfe der Flammenfärbung eine Probe.
Ein Schüler untersucht mithilfe der Flammenfärbung eine Probe.

In diesem Projektmodul besuchen die Schülerinnen und Schüler wissenschaftliche Labore, in denen sie die typischen Arbeitsabläufe der Isotopenforschung, beispielsweise Probenaufbereitung, Chromatografie und die Flammenfärbung verschiedener Elemente, selbst nachvollziehen.
Die korrekte Zuordnung der Flammenfärbung ergibt die Lösung eines vorgegebenen Rätsels: Wo auf dem Berg ist ein Schatz versteckt? Diesen müssen die Kinder zum Abschluss des Projektmoduls noch mittels einer Suche, die über das Gelände des Telegrafenberges führt, heben.

Durch die Anbindung an das aktuelle Forschungsgeschehen am GFZ bietet das Schülerlabor einen Einblick in die Vielfalt der Geowissenschaften und in die interdisziplinäre Arbeitsweise der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie es im normalen Unterricht selten oder gar nicht möglich ist. Zudem leistet das Schülerlabor einen wesentlichen Beitrag dazu, den Unterricht in den MINT-Fächern attraktiver zu gestalten.

Im SIMS-Labor bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick, wie Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler die Oberfläche allerkleinster Partikel untersuchen.
Im SIMS-Labor bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick, wie Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler die Oberfläche allerkleinster Partikel untersuchen.

Im GFZ-Schülerlabor erlangen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer in authentischer Atmosphäre auf dem Potsdamer Telegrafenberg Einblick in die Forschungsthemen der Geowissenschaften. Die Angebote richten sich sowohl an Grundschulen oder Kindergartengruppen (GeoWunderWerkstatt) als auch an Schulklassen der Sekundarstufe II mit fortgeschrittenem Wissen in Fächern wie Geografie, Physik, Mathematik oder Informatik.

Im Angebot sind Projekttage zu verschiedenen natur- bzw. geowissenschaftlichen Themen, beispielweise das „Magnetfeld der Erde“ oder „Jetzt wird`s warm – Vulkane“. Neben der theoretischen Einführung in das jeweilige Forschungsfeld werden, als wichtigster Bestandteil der Kurse, „Hands-on“-Experimente angeboten. Unter Anleitung führen die Kinder und Jugendlichen selbstständig oder mit Unterstützung Messungen mittels wissenschaftlicher Geräte durch. Die Labortage können von 2,5 Stunden für die jüngeren Gäste bis hin zu einem ganzen Tag dauern.

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Im Rahmen des Labortages zum Erdmagnetfeld (für Sek II) messen die Schülerinnen und Schüler das örtliche Magnetfeld mit Protonenmagnetometer und ein Gradiometer und untersuchen so den Untergrund.

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GenaU hingeschaut: Schülerlabor MicroLAB

Hier montiert eine Miktrotechnologin Laserstacks. Solche Diodenlaser liefern besonders hohe Ausgangsleistungen, wie sie etwa in der Materialbearbeitung benötigt werden.

Wie auch GenaU feiert in diesem Jahr das MicroLab sein 10-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2006 wurde das Schülerlabor als Kooperationsprojekt der Lise-Meitner-Schule und des Ferdinand-Braun-Institutes gegründet. Es ist aus der beruflichen Ausbildung zur Mikrotechnologin beziehungsweise zum Mikrotechnologen hervorgegangen. Für die Einrichtung des neuen Berufes wurde bereits ab 1998 an der Lise-Meitner-Schule ein Mikrotechnologielabor aufgebaut. Das MicroLAB hat sich zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie Lehrkräften einen Einblick in die Mikrosystemtechnik zu ermöglichen. Im Schwerpunkt werden Kurse für die Oberstufe der Fachrichtungen Chemie und Physik angeboten. Die Kurse werden von Lehrkräften der Lise-Meitner-Schule und Institutsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern gemeinsam betreut. Die Schülerinnen und Schüler lernen typische Arbeitsweisen für die Mikrostrukturierung von Halbleitern kennen, wie beispielsweise die Fotolithografie. Dazu bedampfen die Jugendlichen Glasträger mit Aluminium, versehen sie mit einem Fotolack, belichten sie dann mit einem zuvor jeweils individuell am Rechner erzeugten Bild. Nach dem Belichtungsschritt kann dann das zuvor erzeugte Bild aus der Aluminiumschicht geätzt werden. Die Schülerinnen und Schüler können am Ende das erzeugte Kunstwerk mitnehmen.

Nach dem vierstündigen Vormittagsprojekt erfolgt am Nachmittag ein Rundgang durch das Ferdinand-Braun-Institut (FBH). Das Institut erforscht elektronische und optische Komponenten, Module und Systeme auf der Basis von Verbindungshalbleitern. Diese sind Schlüsselbausteine für Innovationen in den gesellschaftlichen Bedarfsfeldern Kommunikation, Energie, Gesundheit und Mobilität. Leistungsstarke und hochbrillante Diodenlaser, UV-Leuchtdioden und hybride Lasersysteme vom sichtbaren bis zum ultravioletten Spektralbereich entwickelt das Institut. Die Anwendungsfelder reichen von der Medizintechnik, Präzisionsmesstechnik und Sensorik bis hin zur optischen Satellitenkommunikation. In der Mikrowellentechnik realisiert das FBH hocheffiziente, multifunktionale Verstärker und Schaltungen, unter anderem für energieeffiziente Mobilfunksysteme und Komponenten zur Erhöhung der Kfz-Fahrsicherheit.

Am Institut können die am Vormittag selbst durchgeführten Arbeitsschritte in der Reinraumumgebung eines Forschungsinstituts noch einmal erlebt werden. Dabei erhalten die Besucherinnen und Besucher auch einen Einblick in die Arbeitsweise an einem Forschungsinstitut.

Trockenätzverfahren, das u. a. in der Halbleitertechnologie eingesetzt wird und mit dem Material kontrolliert abgetragen wird. Das Verfahren ermöglicht Strukturen im Mikrometerbereich und darunter.

Nachdem in den ersten Jahren die Angebote auf Oberstufenkurse ausgerichtet waren, bietet das MicroLAB seit einigen Jahren verstärkt Kurse zur Berufsorientierung an. Hier können Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen im Rahmen eines etwa vierstündigen Laborkurses einen Einblick in den Beruf einer Mikrotechnologin oder eines Mikrotechnologen gewinnen. Sie werden über Voraussetzungen, Inhalte und Rahmenbedingungen für den Beruf informiert. Dieses Angebot wird auch regelmäßig im Rahmen des “Girlsdays“ angeboten.

MicroLAB beteiligt sich am „Herzprojekt“ des Netzwerkes GenaU und thematisiert die Mikrostrukturierung am Beispiel eines Herzschrittmachers. Die Kurse können auch unabhängig vom „Herzprojekt“ gebucht werden.

Ein besonderes Angebot ist die Herstellung einer kristallinen Siliziumsolarzelle. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können einen Siliziumwafer selbst dotieren, metallisieren und die Wirkungsweise anhand verschiedener Messungen kennenlernen. Hier handelt es sich um ein sehr anspruchsvolles Angebot für das etwa drei bis vierstündige Praktikumstermine benötigt werden. Es eignet sich besonders für Physikleistungskurse, Lehramtsstudierende und als Fortbildung für Physiklehrerinnen und -lehrer.

MicroLAB

Metallisierung der Solarzelle: Herstellung der „Kontaktfinger“

Absprachen und Buchungen über: email address  anmeldung@microlab-berlin.de.
Weitere Informationen unter: link  www.microlab-berlin.de

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GenaU hingeschaut: Schülerlabor Geisteswissenschaften

Was kann Philologie zur Versachlichung der Diskussion um den Koran, einen der umstrittensten Texte unserer Tage, beitragen? Wodurch unterscheidet sich die Wahrnehmungs- und Vorstellungswelt eines Menschen aus dem Mittelalter von unseren heutigen Sehgewohnheiten? Was genau steht im sog. Hippokratischen Eid und warum bildet er immer noch die wesentliche Referenz medizinischer Ethik? Welche Bedeutung hat der öffentliche Raum für die Wahrnehmung von Grundrechten wie dem auf freie Meinungsäußerung? Solchen Fragen können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II im bundesweit ersten „Schülerlabor Geisteswissenschaften“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) u. a. nachgehen.

Seit 2007 ist das „Schülerlabor Geisteswissenschaften“ einziger geisteswissenschaftlicher Partner von GenaU. Für die naturwissenschaftlichen Mitglieder des Netzwerks bildete der Neuzugang damals eine exotische Ausnahme – und in der eigenen akademischen Community nicht minder. In den vergangenen acht Jahren hat sich dies erfreulicherweise geändert. In Bochum, Hamburg, Göttingen und an der Humboldt-Universität zu Berlin sind weitere geisteswissenschaftliche Schülerlabore entstanden, deren Betreiber regelmäßig miteinander im Austausch stehen und zurzeit ihrerseits über eine geeignete Form der überregionalen Vernetzung nachdenken. Der Vorstoß der Berliner Akademie hat also offensichtlich anregend gewirkt und wird hoffentlich die geisteswissenschaftliche Propädeutik außerhalb und innerhalb der Schule weiter befruchten.

Entwickelt wurde das Format auf Anregung und mit Unterstützung des damaligen Akademiepräsidenten Günter Stock von Yvonne Pauly, die zuvor als Literaturwissenschaftlerin an der BBAW, als Gymnasiallehrerin und Universitätsdozentin tätig war. Sie ist nach wie vor für die didaktische Konzeption aller Veranstaltungsreihen des „Schülerlabors Geisteswissenschaften“ verantwortlich und moderiert in der Regel auch die Workshops. Zur Seite stehen ihr in Abhängigkeit von den thematischen Schwerpunkten der Reihen wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Vorhaben der Akademie oder – seltener – aus externen wissenschaftlichen Einrichtungen. Dieses „Team-Teaching“ hat sich bewährt: Während die Betreuung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei vielen natur-, aber auch geisteswissenschaftlichen Schülerlaboren in den Händen von Studierenden v. a. aus Lehramtsstudiengängen liegt, bahnt das „Schülerlabor Geisteswissenschaften“ Begegnungen mit „echten“ Forscherinnen und Forschern an, die Erfahrung und Autorität aus ihrem beruflichen Alltag mitbringen und sich – im besten Fall – als role model empfehlen.

Hiermit geht ein weiteres Spezifikum des Projekts einher. Das „Schülerlabor Geisteswissenschaften“ offeriert nicht ein einmal erstelltes Portfolio von fünf oder zehn Themen zu bestimmten curricularen Schwerpunkten, sondern entwickelt in jedem Frühjahr und in jedem Herbst Staffeln zu immer neuen Themen und für verschiedene Unterrichtsfächer, die sich zu den Rahmenlehrplänen eher komplementär verhalten. Für die zwei bis drei Monate Laufzeit jeder Staffel sind die dabei verhandelten Fragestellungen daher nicht nur für die Adressaten, sondern auch für das Dozententeam noch gleichsam „frisch“, die Neugier, die es den Lösungsvorschlägen der Schülerinnen und Schüler entgegenbringt, folglich echt (wofür diese erfahrungsgemäß wiederum ein ausgeprägtes Sensorium haben). Auf die Auswahl aktueller, anspruchsvoller und hinreichend „fragwürdiger“ Gegenstände wird als Basis einer aufrichtigen und nicht bloß simulierten akademischen Kommunikation unter den Beteiligten im „Schülerlabor Geisteswissenschaften“ großer Wert gelegt.

Das Angebot des „Schülerlabors Geisteswissenschaften“ bildet das gesamte Spektrum geisteswissenschaftlicher Forschung ab, wobei der Begriff weit gefasst ist und sowohl traditionelle Kernfächer dieser Disziplingruppe wie Philosophie, Klassische Philologie und Geschichte als auch die modernen Kultur- und Sozialwissenschaften bis hin zur Volkswirtschaftslehre beinhaltet. Es wendet sich insbesondere an Leistungskurse der einschlägigen Unterrichtsfächer an Gymnasien, Gesamtschulen und Integrierten Sekundarschulen in Berlin und Brandenburg. Die Lerngruppen kommen für einen Schultag ins Hauptgebäude der BBAW am Gendarmenmarkt, wo sie auf die Sammlungen und Spezialarchive der Akademienvorhaben zurückgreifen können und lernen dort die Arbeit eines Theologen, eines Linguisten oder eines Musikwissenschaftlers kennen. Für die Lehrkräfte werden in Kooperation mit der Regionalen Fortbildung und mit dem Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) Berlin-Brandenburg zertifizierte Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt, die über spezifische Inhalte der laufenden Schülerlabore informieren.

Insofern möchte das „Schülerlabor Geisteswissenschaften“ zur Schaffung eines wissenschaftsfreundlichen gesellschaftlichen Klimas beitragen und Einblicke in fachspezifische Denk- und Arbeitsweisen geben. Es verfolgt ganz ähnliche Ziele wie seine natur- und technikwissenschaftlichen Entsprechungen. Das Schülerlabor will jungen Menschen in der Phase des Übergangs von der Schule zur Universität Orientierung und Entscheidungshilfe bieten: sei es für, sei es gegen ein geisteswissenschaftliches Studium. Generell dürfte die strategische Rekrutierung des akademischen Nachwuchses eine geringere Rolle spielen als in den MINT-Fächern, denn die Kultur- und Sozialwissenschaften haben doch zumindest quantitativ kein Nachwuchsproblem. Dem „Wettbewerb um die besten Köpfe“ unter den Abiturientinnen und Abiturienten stellen sie sich selbstverständlich dennoch – in der Hoffnung, dass sie den Geisteswissenschaften angesichts künftiger Einkommensperspektiven, Arbeitsplatzunsicherheit etc. nicht verloren gehen.

Worin besteht aber, so werden sich v. a. naturwissenschaftlich sozialisierte Leserinnen und Leser fragen, nun eigentlich der Labor-Charakter des „Schülerlabors Geisteswissenschaften“? Die Entsprechung liegt in der Handlungsbezogenheit der Arbeit mit den Jugendlichen, der auch hier zentrale Bedeutung zukommt. (Geistes-)Wissenschaft wird nicht als fertiges Ergebnis präsentiert, sondern als Prozess erfahrbar gemacht. Das zur Maxime der MINT-Schülerlabore avancierte „Hands on!“ spielt in den überwiegend in der hermeneutischen Tradition stehenden Sprach- und Kulturwissenschaften eine geringere Rolle. Doch ist auch das „Schülerlabor Geisteswissenschaften“ bestrebt, wo möglich einen Eindruck von der Materialität der Forschung zu vermitteln. So wurde etwa für eine Veranstaltungsreihe zur Epigraphik der mehr als mannshohe Abguss eines berühmten römischen Grabdenkmals in die Akademie gebracht. Kooperationen mit der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek u.a. ermöglichen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Umgang mit Originalmanuskripten und wertvollen Archivalien. Darüber hinaus werden, oft in Zusammenarbeit mit professionellen Druckereien und Buchbindereien, hochwertige Lernmaterialien gefertigt.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aus den MINT-Fächern dürfte das Angebot des „Schülerlabors Geisteswissenschaften“ besonders dort attraktiv sein, wo es natur- und technikwissenschaftliche Themen aus geisteswissenschaftlichen Perspektiven in den Blick nimmt. Ein Beispiel war die in Kooperation mit dem „Gentechnologiebericht“ der BBAW 2015 durchgeführte Staffel zur Debatte um die Grüne Gentechnologie. Sie problematisierte insbesondere politische und rechtliche Dimensionen der jüngsten biotechnologischen Forschung und stellte so für Biologie-Leistungskurse eine wichtige Ergänzung zu diesem Fachunterricht dar. Auch im Jubiläumsjahr des Akademiegründers verspricht es spannend zu werden: Beginnend bei Leibniz, widmet sich die aktuelle Frühjahrsstaffel ab Mai einem Konzept, das die Welt veränderte: dem Binärcode. Sie stellt die (mathematischen) Grundlagen der Digitalisierung vor und untersucht ihre Kontexte und Folgen. Dabei verfolgt sie ein primär wissenschaftshistorisches Erkenntnisinteresse; Zielgruppe sind Leistungskurse der Fächer Philosophie, Mathematik und Informatik.

Weitere Informationen zum „Schülerlabor Geisteswissenschaften“ unter:
link  http://www.bbaw.de/AuS/Schuelerlabor/schuelerlabor

Ansprechpartnerin:
Dr. Yvonne Pauly, Koordinatorin „Schülerlabor Geisteswissenschaften“, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin 030/20370-372, email address  pauly@bbaw.de

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Die neuen Projekte im Kinderforscherzentrum „HELLEUM“

Das Kinderforscherzentrum HELLEUM in Berlin-Hellersdorf ist ein Ort des forschenden Lernens für fünf- bis zwölfjährige Kinder. Der besondere konzeptionelle Ansatz ermöglicht Kindern und Erwachsenen, Naturwissenschaften und Technik entdeckend zu erleben. Kern des HELLEUMs ist eine flexibel möblierte Lernwerkstatt mit einer besonderen Ausstattung an verschiedensten Experimentiermaterialien und Laborgeräten. Das HELLEUM ist ein Kooperationsprojekt des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf, der Alice Salomon Hochschule Berlin und der Außenstelle Marzahn-Hellersdorf der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

Das Angebot umfasst Workshops für Grundschulklassen und Vorschulgruppen am Vormittag und offene Angebote am Nachmittag sowie Fortbildungsangebote für Pädagoginnen und Pädagogen. Die Kinder können hier rund um die Themen „Sonne satt“, „Wind bringt’s“, „Müll macht’s“, „Boden schätzen“, „Wasser marsch“ und „Luft lüften“ forschen. Gerade wird ein Workshop zum Thema Mechanik entwickelt. Ab Januar 2016 heißt es dann im HELLEUM „Arbeit schafft’s“!

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Boden erkunden im Workshop Boden schätzen © HELLEUM

In diesem Jahr starteten drei neue Projekte, die eng mit dem HELLEUM verknüpft sind:

Helle und Leum Tüfteltruhen – ein mobiles Umweltbildungsangebot für Kinder
In den kommenden zwei Jahren wird im HELLEUM ein neues mobiles Umweltbildungsangebot für fünf- bis zwölfjährige Kinder in Kindertagesstätten und Schulen entwickelt, erprobt und etabliert. Es werden zurzeit Tüfteltruhen entwickelt, die im Sinne der Lernwerkstattarbeit die Kinder mithilfe von (offenen) Alltagsmaterialien zum eigenständigen Forschen anregen und eine individuelle Auseinandersetzung mit ausgewählten Themen der Umweltbildung ermöglichen. Diese können ausgeliehen und in unterschiedlichen Formaten im Unterricht oder im Rahmen pädagogischer Angebote eingesetzt werden. Das Projekt wird finanziert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

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Unsere Forschergeister Helle und Leum machen sich mit den Tüfteltruhen auf die Reise © HELLEUM

Netzwerkfondsprojekt „Bildungsleuchtturm Marzahn – Hellersdorf“
Im Rahmen des Projekts werden, vorrangig mit Grundschulen, aber auch gemeinsam mit Kitas und Jugendfreizeiteinrichtungen, neue Ideen und Formate entwickelt, die sich an der Didaktik der Lernwerkstattarbeit orientieren und somit Kinder und Jugendliche zum selbstständigen Lernen wie auch zur eigenständigen Erschließung naturwissenschaftlicher Inhalte befähigen. Mithilfe dieses Projekts soll ein Netzwerk im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung im Bezirk entstehen. Gefördert wird dieses Projekt durch das Förderprogramm „Soziale Stadt“ als Bestandteil der Bund-Länder-Programme zur Städtebauförderung. Die „Soziale Stadt“ ist ein Teilprogramm der „Zukunftsinitiative Stadtteil“ und wird auch aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der Prioritätsachse „Nachhaltige Stadtentwicklung“ finanziert.

„Sciene4Life“-Academy – naturwissenschaftliche Bildung und Talentförderung für Flüchtlingskinder
Im Rahmen des Projekts „Science4Life“ entwickelt die iMINT-Akademie zurzeit gemeinsam mit dem HELLEUM und dem Schülerforschungszentrum Berlin MINT-Materiafür Flüchtlingskinder in Willkommensklassen, die die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Inhalten und die Sprachentwicklung der Kinder unterstützen. Das Projekt wird gefördert durch die Bayer Science & Education Foundation.

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Eifrige Forscher bei der Auftaktveranstaltung des Projekts © HELLEUM

Die Angebote des HELLEUMs werden gerne genutzt, so haben seit der Eröffnung 2013 insgesamt 15.000 Kinder und 2.000 Fachkräfte aus Berlin, Deutschland und der Welt das HELLEUM besucht!

Herzlich eingeladen sind alle Forscher und Tüftler immer Montag- und Mittwochnachmittag zu den offenen Angeboten, die ohne Anmeldung besucht werden können. Die Öffnungszeiten finden Sie auf der Internetseite: link  http://www.helleum-berlin.de/unsere-angebote/weitere-angebote/tuefteltag-und-offene-lernwerkstatt/

Wer neugierig geworden ist, kann auf link  www.helleum-berlin.de mehr über das HELLEUM und das geplante Jugendforscherzentrum erfahren!

Kontakt:
Kinderforscherzentrum HELLEUM
Kastanienallee 59 in Berlin-Hellersdorf
E-Mail: email address  info@helleum-berlin.de
Telefon: 030/91148867 (Dienstag bis Donnerstag)

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Das Schülerlabor „UniLab“

Gemeinsame Projektentwicklung im Lehr-Lern-Labor am Runden Tisch – Dosentelefone für die ganz Kleinen und Quantenmechanik für die ganz Großen

Am „Runden Tisch“ im UniLab Adlershof, dem Schülerlabor der Humboldt-Universität zu Berlin, entwickeln seit Bestehen des UniLabs (2004) Wissenschaftlerinnen, Lehrkräfte und Studierende gemeinsam Module für das Angebot des Schülerlabors nach modernen didaktischen Konzepten unter Einbeziehung aktueller didaktischer Forschungsergebnisse.

Teilnehmende Lehrkräfte, die für ihre Tätigkeit auch einen Fortbildungsnachweis erhalten, sind dabei mit ihrer langjährigen Praxiserfahrung für die praktikable Umsetzung der Ideen unverzichtbar. Im Gegenzug können sie für den eigenen Unterricht Anregungen, konkrete Experimente und didaktische Konzepte mitnehmen, die von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der didaktischen Forschung beigesteuert werden. Teilnehmende Studierende ergänzen die Veranstaltung außerdem durch innovative neue Ideen und erhalten ihrerseits einen im Lehramtsstudium einzigartigen Realitätsbezug sowie einen Einblick in eine erfolgreiche praktische Umsetzung zur Vereinigung von Forschung und Lehre.

Der „Runde Tisch“ findet ab dem nächsten Semester in Zusammenarbeit mit dem Humboldt-ProMINT-Kolleg immer mittwochs um 15 Uhr statt. Interessenten sind herzlich willkommen (Anmeldung unter: email address  info@unilab-adlershof.de).

Zwei neu entwickelte Projekte sind gerade in das ständige Angebot des UniLab Schülerlabors aufgenommen worden: Eine Aufarbeitung des Themas „Akustik“ für die ganz Kleinen (Klassenstufe 1/2) anhand des Dosentelefons und eine Aufarbeitung des Themas „Quantenmechanik“ für die Oberstufe anhand von verschiedenen historischen und modernen Experimenten. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen:

Dosentelefon  – Akustik für Klassenstufe 1/2

Thema und Ziele: In diesem Modul können die Schülerinnen und Schüler Schall intensiv an Hand von kleinen Experimenten erleben. Ziel ist es, zu verstehen, wieso man mit einem Dosentelefon auch auf große Entfernungen gut hören kann. Dafür untersuchen die Schülerinnen und Schüler einige Schallphänomene und bauen zum Schluss ihr eigenes Dosentelefon.

Inhaltliche Schwerpunkte: Schon beim Eintritt ins UniLab erleben die Schüler ein großes Schlauchtelefon, mit dem sie sich über große Entfernungen gut verständigen können. Die Schülerinnen und Schüler erfahren in mehreren Experimenten, wie gut die Schallübertragung in Luft funktioniert. In einem zweiten Schritt untersuchen sie die Schallübertragung durch einen Faden und wenden ihr Wissen beim Bau eines Dosentelefons an.

Methodische Bemerkungen: Die Heranführung erfolgt phänomenorientiert. Die Experimente ermöglichen viel Variationsmöglichkeiten und Eigentätigkeiten. Das Konzept sieht neben Phasen, in denen die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen selbständig experimentieren, auch Phasen eines intensiven Gesprächs vor, und solche, in denen sie die gewonnenen Erkenntnisse handwerklich anwenden.

Quantisierung von Energie – Quantenmechanik für die Oberstufe

Thema und Ziele: Es wird ein inhaltlicher Zusammenhang hergestellt zwischen Experimenten zur Quantisierung von Energie. Die Experimente stammen aus verschiedenen Epochen der naturwissenschaftlichen Forschung.

Inhaltliche Schwerpunkte: Nach einer kurzen Einführung werden unabhängig voneinander folgende Experimente durchgeführt, inhaltlich durchdrungen und ausgewertet:

  • Emissions- und Absorptionsspektrum des Natriums
  • Franck-Hertz-Versuch mit einer Neonröhre
  • Bestimmung des Planck’schen Wirkungsquantums aus der Kennlinie von LEDs

Aus den Experimenten ergeben sich:

  • Atome emittieren und absorbieren bestimmte Wellenlängen.
  • Atome absorbieren bestimmte Energien von Elektronen.

Daraus ergibt sich die Frage, welcher Zusammenhang zwischen Energie und Wellenlänge besteht.

Methodische Bemerkungen: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich selbständig mit einer komplexen Fragestellung in kleinen Gruppen auseinander, um diese bis zur Lösung zu verfolgen. Sie sollen mit mehreren Informationsquellen die oben genannten Versuche vorbereiten, durchführen, auswerten und in einen gemeinsamen Kontext bringen. Nach der Gruppenphase präsentieren und diskutieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse. Die inhaltliche Zusammenführung der sehr unterschiedlichen Experimente erfolgt gemeinsam im Plenum.

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„Unex“ – Schülerlabor des College der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg

Das Schülerlabor „Unex“ befindet sich auf dem Zentralcampus der Cottbuser Universität. Auf den ersten Blick ist es ein klassisches Schülerlabor mit je zwei Laborräumen für physikalische und chemische Experimente. Allerdings gibt es auch eine Besonderheit. Es ist das einzige Labor des Netzwerks, das keine direkte Anbindung an den Verkehrs-Großraum Berlin/Potsdam hat. Für Schüler aus Cottbus und Umgebung ist das natürlich kein Problem, alle anderen Besucher haben aber teils sehr lange Anfahrtswege. Rekordhalter ist das Gymnasium Kyritz mit einer Anreisedauer von über 3 Stunden.

Die Angebote des Cottbuser Labors sind daher vollkommen flexibel – sowohl inhaltlich als auch zeitlich. Es gibt keine festen Zeiten. Viele Schulen möchten das günstige Berlin-Brandenburg-Ticket nutzen, mit dem man die Reise aber erst ab 9 Uhr beginnen kann. Interessierte Lehrer können dem Unex einfach Bescheid geben, mit welchem Zug doe Gruppe kommt und wieder abfahren wird. Das Programm wird dann maßgeschneidert geplant.

Unex-Physik

Meist kommt eine ganze Klasse, die wird dann in zwei Gruppen eingeteilt wird. Eine Gruppe beginnt mit Chemie- und die andere mit Physik-Experimenten. Nach einer Pause wird gewechselt. In der Pause oder auch nach dem Experimentierteil können Einrichtungen der Universität besichtigt werden, je nach verfügbarer Zeit. Besichtigungen von Hörsälen, der Bibliothek oder verschiedener Großlabore sind möglich, ebenso Mittagessen in der Mensa. Auch der Besuch von regulären Lehrveranstaltungen oder Treffen mit Studenten zur Studienberatung können organisiert werden.

Bei einem Besuch von gleichzeitig zwei Klassen (wordurch manchmal eine Busfahrt preislich günstiger sein kann) können auch drei Gruppen gebildet werden.

Einige Schulen organisieren einen mehrtägigen Besuch und übernachten ein- oder zweimal in der Cottbuser Jugendherberge oder im Gästehaus der Universität. In diesem Fall kann auch noch ein Abendprogramm organisiert werden – beispielsweise mit einem Stadtrundgang und einem Besuch im Kino oder im Cottbuser Planetarium.

Inhaltlich gibt es viele Möglichkeiten für spannende physikalische und chemische Experimente. Nähere Informationen gibt es auf der Unex-Homepage: link  www.b-tu.de/unex.

Dort befinden sich auch die Kontaktmöglichkeiten. Am besten ist es, eine E-Mail mit dem gewünschten Termin (oder mehreren Vorschlägen) und Angaben zur Anzahl und zum Alter der Schüler zu schreiben.

Unex-Chemie

Für Schulen, die die Anreise nach Cottbus nicht organisieren können, bietet das Unex eine Alternative an: Der Leiter des Unex-Labors, Dr. Gutschker, kommt gern direkt in die Schule und hält Experimental-Vorträge zu verschiedenen Themen.

Der Besuch des Labors ist kostenfrei – dank Förderung durch das Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Nur die Anreise müssen die Schüler bezahlen. Aber aber auch der weiteste Weg lohnt sich!

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Das mobile Schülerlabor „Science on Tour“

In der Rubrik „GenaU hingeschaut” beleuchten wir für Sie mit jeder Ausgabe des Newsletters ein Schülerlabor des Netzwerkes GenaU ein wenig detaillierter. Heute stellen wir Ihnen das mobile Schülerlabor Science on Tour an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg vor. Das mobile Schülerlabor bietet Schülerkurse vor Ort in den Schulen im Land Brandenburg an.

Science on Tour bietet speziell aufbereitete Versuche aus dem Lehr- und Forschungsbereich der Universität für Schulklassen ab der 7. Jahrgangstufe an. Die Schülerkurse finden zumeist vor Ort in den Fachräumen der Schulen statt. Sie sind lebendig und anschaulich gestaltet sowie handlungsorientiert und praxisnah ausgerichtet. Unter fachkundiger Anleitung erhalten die Schüler die Möglichkeit, in Kleingruppen mit modernsten Materialien und Geräten aus dem Labor- und Unialltag selbstständig zu arbeiten und zu experimentieren. Das Team des Schülerlabors bringt hierzu das komplett benötigte Equipment mit.

Schülerin beim Herstellen eines Schlüsselanhängers
Schülerin beim Herstellen eines Schlüsselanhängers

Das mobile Schülerlabor möchte mit seinen Angeboten für die Unterrichtsfächer Chemie, Biologie, Informatik und Sport vor allem Schüler – aber auch sonstige Studieninteressierte – für Wissenschaft und Technik begeistern und zur frühzeitigen Berufsorientierung beitragen. Alle Kurse werden von wissenschaftlichen und studentischen Tutoren begleitet. Der Einsatz von studentischen Tutoren hat zum Ziel, den Schülern authentische Einblicke „auf Augenhöhe“ in die jeweiligen Fachbereiche sowie Tipps zur Studien- und Berufswahl zu geben.

Die Schülerkurse bilden sowohl Lehrversuche aus den ersten Semestern eines MINT-Studienganges als auch Forschungsthemen aus den wissenschaftlichen Arbeitsgruppen ab. Gleichzeitig sollen sich diese Angebote auch an den Rahmenlehrplänen der Schulen orientieren. Um dies zu gewährleisten, werden an der Angebotsauswahl und -entwicklung Lehrer und Schüler unserer Kooperationsschulen* und Professoren, wissenschaftliche und technische Mitarbeiter sowie studentische Tutoren der Universität in der Entwicklungsphase eines jeden Experimentes gleichermaßen beteiligt.

Übung im Schülerkurs Bewegungskoordination
Übung im Schülerkurs Bewegungskoordination

Durch die mobile Ausrichtung des Schülerlabors soll der Zugang zu außerschulischen Experimentierangeboten vereinfacht werden. Sowohl Lehrer als auch Schüler sparen sich nicht nur anfallende Fahrtkosten und den organisatorischen Aufwand für den Transfer, sondern auch die Zeit der An- und Abreise zu einem auswärtigen Veranstaltungsort. Sie brauchen daher nur die Zeit zu investieren, die für die Durchführung der Experimente notwendig ist und vermeiden dadurch zusätzlichen Unterrichtsausfall.

Science on Tour wurde durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit der Hochschulperle für den Monat Mai 2014 ausgezeichnet. „In einem Flächenland wie Brandenburg ist so ein Angebot wie Science on Tour besonders wichtig. Schülerlabore sind nicht neu. Die Anstrengung einer Hochschule, auch die Schüler zu erreichen, die in ihrem Bundesland infrastrukturell bedingt geringeren oder gar keinen Zugang zu solchen Angeboten haben, ist aber sowohl innovativ als auch vorbildlich“, so die Jury.

Science on Tour ist das mobile Schülerlabor im „Zentrum für Studierendengewinnung und Studienvorbereitung – College“ der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus Senftenberg. Im College können sich Abiturienten und Fachabiturienten sowie beruflich qualifizierte Studienbewerber fachlich auf einen bestmöglichen Studieneinstieg vorbereiten. Als Schlüssel für einen erfolgreichen Studienabschluss in MINT-Fächern bietet es insbesondere Kurse in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Grundlagenfächern an. Das College unterstützt zudem Studieninteressierte bei der Wahl des Studienganges und begleitet sie im ersten Semester. Die Angebote des Colleges sind kostenfrei. Das Projekt „Zentrum für Studierendengewinnung und Studienvorbereitung – College“ wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert. Weiterführende Informationen zum College sind unter link  www.b-tu.de/college zu finden.

Wer Lust zum Mitexperimentieren bekommen hat, findet alle Kontaktdaten zum Schülerlabor Science on Tour unter: link intern  http://genau-bb.de/science-on-tour/

Zur direkten Anmeldung gelangen Sie auch unter link  www.b-tu.de/scienceontour oder Tel.: 03573 85-336, email address  scienceontour@b-tu.de.


link  *) Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Forst und Sängerstadt-Gymnasium in Finsterwalde

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Schülerlabor „PhysLab“

In der Rubrik „GenaU hingeschaut“ beleuchten wir für Sie mit jeder Ausgabe des Newsletters ein Schülerlabor des Netzwerkes GenaU ein wenig detaillierter. Heute stellen wir Ihnen das Schüler/innen/labor PhysLab des Fachbereiches Physik der Freien Universität Berlin näher vor. Das PhysLab ist Schülerlabor, Science Center, Lehr-Lern-Labor und Forschungszentrum in einem.

Experimentieren im Physlab

Experimentieren im PhysLab (Foto: Gunnar Keuer, © Freie Universität Berlin / PhysLab)

Im Experimentierlabor können Schülergruppen ab Klasse 10 zentrale Experimente der Physik aufbauen, durchführen, auswerten und über diese diskutieren. Besteht Licht aus Wellen oder Teilchen? Wie verlaufen Stöße zwischen Elektronen und Atomen? Ist die Brennstoffzelle die Lösung unserer Energieprobleme? Wie dick ist ein Haar? Das alles und noch viel mehr kann hier erforscht werden!

Die Einführungsexperimente sind ein kleines Science-Center und laden Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 zu einer „Reise durch die Physik“ ein. Hier steht der Spaß im Vordergrund: Neue Dinge entdecken, staunen, knobeln und alles selbst ausprobieren ist die Devise!

Reise durch die Physik

Reise durch die Physik (© Freie Universität Berlin / PhysLab)

Das „Lehr-Lern-Labor“ richtet sich an Lehramtsstudentinnen und -studenten der Physik. Ein praxisfernes Uni-Studium im „akademischen Elfenbeinturm“? Nicht bei uns! Hier kann man unter professioneller Anleitung seine pädagogischen Fähigkeiten schulen, neue Lehrmethoden ausprobieren, Lernumgebungen entwickeln und diese gemeinsam mit Schülergruppen testen.

Lehr-Lern-Labor

Lehr-Lern-Labor (© Freie Universität Berlin / PhysLab)

Im „Forscher-Club“ betreuen wir Schülerinnen und Schüler, die gerne an dem Wettbewerb „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ teilnehmen wollen. Hier sind EURE Ideen und EURE Initiative gefragt! Vom Finden einer Projektidee bis zur Präsentation in den Wettbewerben: Wir unterstützen, beraten und begleiten. Und das sehr erfolgreich: Die Berliner Landessieger im Fach Physik der Jahre 2013 und 2014 wurden durch uns betreut!

Zusätzlich besuchen wir Schulen und informieren über das Studium der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Wir reden Klartext: Welche Kompetenzen benötigt man, um erfolgreich zu studieren? Ist ein Studium anstrengend? Wo sind die „Ecken und Kanten“ des Studiums? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es? Wie sind die späteren Berufsaussichten?

Das PhysLab ist…

                                   …eine Brücke zwischen Schule und Universität.

Wer Lust zum Mitexperimentieren bekommen hat, findet alle Kontaktdaten zum PhysLab unter link intern  genau-bb.de/physlab/.

Zur direkten Anmeldung gelangen Sie auch unter link  www.physik.fu-berlin.de/studium/schulkontakte/physlab oder bei Jörg Fandrich, Tel.: (030) 838 56772, email address  joerg.fandrich@fu-berlin.de.

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Schülerlabor „physik.begreifen“

In der Rubrik „GenaU hingeschaut: Schülerlabor XXX“ beleuchten wir für Sie mit jeder Ausgabe des Newsletters ein Schülerlabor des Netzwerkes GenaU ein wenig detaillierter. Heute stellen wir Ihnen das Schülerlabor physik.begreifen des Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Zeuthen näher vor. Das Schülerlabor besteht seit mittlerweile 10 Jahren und bietet mit den Themen Vakuum und Astroteilchenphysik spannende Einblicke in die DESY Forschung.

Als eines der größten deutschen Forschungszentren trägt das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY mit seinen Standorten in Hamburg und Zeuthen dazu bei, neues Wissen und neue Denkansätze zu schaffen. DESY entwickelt, baut und nutzt Teilchenbeschleuniger und -detektoren für die Forschung mit Photonen und die Teilchenphysik sowie Observatorien für die Astroteilchenphysik.

Mehr als 25 000 Jugendliche nutzten bisher die Chance, einen lebhaften Einblick in die Faszination der Physik zu bekommen und sich mit aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen zu beschäftigen. Gleichzeitig ermöglicht der Besuch bei DESY den Schülerinnen und Schülern, den Forscheralltag in allen seinen Facetten zu erleben. Das Schülerlabor ist in zahlreichen Netzwerken aktiv und fest integriert in die DESY-Nachwuchsförderung.

Familie beim Experimentieren zum Tag der Offenen Tür im Labor physik.begreifen bei DESY in Zeuthen (© DESY)

Familie beim Experimentieren zum Tag der Offenen Tür im Labor physik.begreifen bei DESY  in Zeuthen (© DESY)

Zusätzlich zu Angeboten für Jugendliche, Schulklassen und Lehrkräfte ist DESY mit physik.begreifen bei zahlreichen Veranstaltungen aktiv, um auch der allgemeinen Öffentlichkeit einen spannenden Einblick in unsere Schülerprojekte geben zu können. Die regelmäßige Teilnahme bei der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin oder den Berliner und Brandenburger Ferien- bzw. Familienpass-Aktionen gehören ebenso dazu wie die Beteiligung am Maus-Türöffner-Tag.

Das Vakuumlabor – Experimentiertag für Schulklassen

Was passiert eigentlich, wenn das, was uns immer und überall umgibt, fehlt – die Luft? Wecker hören auf zu klingeln, Luftballons blasen sich von selbst auf, Wasser steigt oder sinkt in einem Zylinder scheinbar ohne Grund. Jugendliche haben die Gelegenheit, diese Phänomene mit Experimenten zu den Themen Luftdruck und Vakuum im Schülerlabor bei DESY selbst zu entdecken. Das Vakuumlabor bietet ganzen Schulklassen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 die Möglichkeit, sich für einen Tag mit dem Thema praktisch und theoretisch auseinanderzusetzen.

Junge Forscher im Vakuumlabor des Schülerlabors physik.begreifen (© DESY)

Junge Forscher im Vakuumlabor des Schülerlabors physik.begreifen (© DESY)

Die Schülerinnen und Schüler experimentieren eigenständig und entwickeln dabei den Ehrgeiz, physikalischen Gesetzmäßigkeiten auf den Grund zu gehen. Die Versuche werden in kleinen Gruppen von den Jugendlichen aufgebaut und durchgeführt. Neben dem intensiven Experimentieren lernen sie, ihre Beobachtungen und Erklärungen der Phänomene in Protokollen festzuhalten. Auf dem Weg zur Lösung stehen ihnen kompetente Betreuer zur Seite. Zur Nachbereitung steht ausgearbeitetes Material zur Verfügung.

Das Schülerlabor physik.begreifen bietet im Vakuumlabor außerdem Fortbildungen für Grundschullehrkräfte an im naturwissenschaftlichen Bereich des Sachunterrichts und des Physikunterrichts bzw. im Fach Naturwissenschaften. Physikalische Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Das Lehrerseminar fördert und festigt die physikalischen Denk- und Arbeitsweisen.

Das CosmicLab – Experimentieren mit kosmischen Teilchen

Woraus besteht kosmische Strahlung? Wie werden kosmische Teilchen erzeugt? Und was sind eigentlich kosmische Teilchenbeschleuniger? Das sind nicht nur für Wissenschaftler der Astroteilchenphysik spannende Fragen, sondern sie beschäftigen mittlerweile Schulprojekte weltweit.

Versuchsaufbauten zur Messung kosmischer Teilchen im Rahmen des CosmicLab des DESY in Zeuthen (© DESY)

Versuchsaufbauten zur Messung kosmischer Teilchen im Rahmen des CosmicLab des DESY in Zeuthen (© DESY)

DESY bietet im CosmicLab einzelnen, interessierten Oberstufenschülern die Möglichkeit, in Projektwochen Experimente mit kosmischen Teilchen durchzuführen. Das Projekt vermittelt den Jugendlichen moderne Mess- und Analysenmethoden und fördert die Fähigkeiten, Ergebnisse zu präsentieren. Durch die unmittelbare Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern haben die Jungforscher darüber hinaus Gelegenheit, sich mit aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen zu beschäftigen. Der Kontakt zu Wissenschaftlern einer Großforschungseinrichtung und einer Universität kann den Einstieg in ein Hochschulstudium erleichtern und mögliche Berufsfelder aufzeigen.

Wer Lust zum Mitexperimentieren bekommen hat, findet alle Kontaktdaten zum Schülerlabor physik.begreifen unter: link intern  http://genau-bb.de/physik-begreifen/.

Zur direkten Anmeldung gelangen Sie auch unter: link  http://physik-begreifen-zeuthen.desy.de.

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Schülerlabor „NatLab“

In dieser Ausgabe von „GenaU hingeschaut” präsentieren wir Ihnen das NatLab in Berlin-Dahlem. Das Schülerlabor gehört zum Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin und bietet Kurse für die Grund- und Oberstufe in den Fächern NaWi, Chemie und Biologie an. Im NatLab kommen Schülerinnen und Schüler, Wissenschaflerinnen und Wissenschaftler, Lehrkräfte und Lehramtsstudierende zusammen. Geleitet wird das Labor von Prof. Dr. Skiebe-Corrette, einer habilitierten Neurobiologin. Die Einbindung des Schülerlabors in die Ausbildung der Lehramtsstudierenden (Lehr-Lern-Labor) liegt Dr. Skiebe-Corrette besonders am Herzen — hat sie ihre Karriere doch als Lehramtsstudentin begonnen.

Eine Lehramtsstudentin betreut Grundschülerinnen und -schüler der Grundschule am Dierlingsgrund bei der Bestimmung des pH-Wertes eines unbekannten Honigs (© Petra Skiebe-Corrette)

Eine Lehramtsstudentin betreut Grundschülerinnen und -schüler der Grundschule am Dierlingsgrund bei der Bestimmung des pH-Wertes eines unbekannten Honigs (© Petra Skiebe-Corrette)

So ist das NatLab Teil des Didaktik-Moduls „Entwicklung und Evaluation“, in welchem die Lehramtsstudierenden mehrere Experimente kennenlernen. Durch zwei dieser Experimente begleiten sie acht bis zehn Schülergruppen. Ziel der Veranstaltung ist es, ein Fachgebiet tiefer zu durchdringen und zu üben, wie ein anspruchsvolles Thema unterschiedlichen Lerngruppen nahegebracht werden kann. Durch die Erstellung von Lehrmaterial werden auch fachdidaktische Methoden praktisch angewandt. Ein Feedback­bogen, mit dem die Schülerinnen und Schüler die Lehramtsstudierenden evaluieren, hilft bei der Selbstreflexion der Studierenden. Die Einbindung der Schülerlabore in die Lehrkräfteausbildung wird auch nach der Verabschiedung des neuen Lehkräftebildungesetzes weitergeführt werden, da ja gerade dieses einen stärkeren Praxisbezug  in der universitären Ausbildung fordert.

Neben der Lehramtsausbildung ist ein zentrales Ziel des NatLabs, Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Forschung und Lehre an der Universität zu geben und ihre Neugierde auf wissenschaftliche Fragestellungen zu unterstützen. Dazu werden biologische und chemische Experimente mit Forschungsbezug durchgeführt, die infolge des apparativen Aufwands an den meisten Schulen nicht durchführbar sind. Die Schülerinnen und Schüler sollen im NatLab erfahren, auf welche Weise in der Naturwissenschaft Erkenntnisse mithilfe von Experimenten gewonnen werden. Wie Wissenschaflerinnen und Wissenschaftler diskutieren und präsentieren auch die Jugendlichen ihre Ergebnisse in kleinen Gruppen.

2006 ist das NatLab von der Robert-Bosch-Stiftung für sein großes Engagement mit den NatWorking-Preis ausgezeichnet worden. Im Nachgang zur Preisverleihung entstand ein Film, der einen tollen Eindruck in die Arbeit des NatLabs gibt:

Die Experimente des NatLabs werden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Freien Universität oder mit Untersützung von Partnerinstitutionen entwickelt. So ist die Firma Atotech Deutschland GmbH für die Entwicklung eines elektrochemischen Experiments verantwortlich, und das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V. war bei der Entwicklung des Experimentierzyklus „Wir analysieren Honig“ beteiligt.

Die an das NatLab abgeordneten Lehrkräfte sorgen dafür, dass diese Experimente auf den Wissensstand von Schülerinnen und Schülern abgestimmt sind, beraten die Wisssenschaftlerinnen und Wissenschaftler didaktisch bei der Entwicklung der Experimente, sorgen für den Lehrplanbezug und organisieren den Austausch mit den Schulen und deren Lehrkräften. Auch sind sie bei der Entwicklung von Lehrerfortbildungen beteiligt, die Voraussetzung für den Besuch des NatLabs sind.

Zudem bietet das NatLab noch viele weitere Angebote! So können über den Unterricht hinaus interessierte Schülerinnen und Schüler in dem gemeinsamen mit profund, der Gründungsförderung der Freien Universität Berlin, durchgeführten Projekt Lab2Venture (link  www.lab2venture.de) unternehmerisches Denken und Handeln im naturwissenschaftlichen Bereich eigenständig erfahren. Wer von den Schülerinnen und Schülern kurz vor seinem Abitur steht und noch nicht weiß, was er studieren möchte, kann in der Sommeruni der Freien Universität unter anderem im NatLab in die verschiedenen Naturwissenschaften hineinschnuppern.

Schülerinnen beim Mikroskopieren im Rahmen der Sommeruni im NatLab (© Oliver Thoms)

Schülerinnen beim Mikroskopieren im Rahmen der Sommeruni im NatLab (© Oliver Thoms)

Wer Lust zum Mitexperimentieren bekommen hat, findet alle Kontaktdaten zum Schülerlabor NatLab unter: link intern  http://genau-bb.de/natlab/.

Zur Anmeldung für die Sommeruni gelangen Sie unter: link  http://www.fu-berlin.de/sites/sommeruni.

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Schülerlabor „MATHExperience“

Praktisch Mathe begreifen

“Nur in Bremen sind die Schüler noch schlechter in Mathematik als in der deutschen Hauptstadt” (Berliner Zeitung) oder “Mit ihrem Rechen-Wissen liegen die Berliner im Schnitt zwei Schuljahre hinter den Spitzenreitern zurück” (Tagesspiegel) lauteten die Meldungen der Medien Mitte Oktober. Mangelnde Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer oder hoher Anteil von Migrantinnen und Migranten wurden meist als Gründe dafür angegeben.

Schüler im Schülerlabor MATHExoerience

Schüler im Schülerlabor MATHExoerience. (© Kay Herschelmann)

Das DFG-Forschungszentrum MATHEON versucht schon seit seiner Gründung sowohl Lehrerinnen und Lehrern als auch Schülerinnen und Schülern mit einem breiten Angebot zu helfen, Mathehürden zu überspringen. Da nach Meinung der Mitarbeiter die Mathematik in einer technologisch orientierten Welt die Grundlage für alle Schlüsseltechnologien stellt, bemüht sich das Forschungszentrum, mit anwendungsnahen regionalen, nationalen und internationalen Schulangeboten die große Bedeutung der Mathematik für alle Schlüsseltechnologien unserer modernen Gesellschaft deutlich und für Jugendliche begreifbar zu machen.

Seit 2008 existiert am MATHEON daher konsequenter Weise auch ein mathematisches Schülerlabor. Das Angebot von „MATHExperience“ ist überwiegend auf Schulen in Berlin und Brandenburg ausgerichtet. Allerdings kommen auch zunehmend Schulklassen von außerhalb in das Schülerlabor, zum Beispiel, wenn sie im Rahmen einer Klassenfahrt die Hauptstadt besuchen. Im Angebot von „MATHExperience“ sind eine Vielzahl mathematischer Workshops, in denen die Besucher hautnah erleben und erfahren können, wie spannend und aktuell Mathematik ist. So gibt es für die jüngeren Jahrgänge mathematische Würfeleien, für die älteren Workshops zu den Chancen beim Glücksspiel oder der Frage, warum Primzahlen eine so große Rolle bei der Verschlüsselung von Daten spielen. Wieso lässt sich das Haus des Nikolaus in einem Zug zeichnen? Wie komme ich am schnellsten vom Potsdamer Platz zur Warschauer Straße? Antworten gibt der Workshop „Graphentheorie“. Im Workshop „Wirtschaftsmathematik“ soll den Schülern ein Gefühl für mathematische Problemstellungen aus der Realwirtschaft vermittelt werden. In Robotikworkshops tauchen die Schüler in die Welt der Roboter ein.

Haben Sie schon einmal versucht, einen Elefanten durch eine Postkarte steigen zu lassen? Sie können sich nicht vorstellen, wie dies möglich sein kann? Auch hierfür hat das Schülerlabor Hinweise, welche sogar zu Hause durchgeführt werden können: Sie benötigen lediglich eine Standard-Postkarte, eine haushaltsübliche Schere und 5 Minuten Zeit! Die pdf  Anleitung „So steigt man durch eine Postkarte“ zu dem Kunststück hat uns das Schülerlabor freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.

Schülerinnen und Schüler im 3D-Portal

Schülerinnen und Schüler im 3D-Portal. (© Kay Herschelmann)

Im 3D-Labor der TU Berlin, mit dem das Schülerlabor kooperiert, bekommen die Schüler einen theoretischen wie auch praktischen Einblick in die Funktionsweise und Anwendungsgebiete hochmoderner 3D-Technik. Bei interaktiven Führungen können sich die Teilnehmer dreidimensional scannen lassen und die dabei entstandenen Daten vor Ort bearbeiten. Oder sie besuchen das 3D-Portal, in dem unter anderem mathematische Sachverhalte dreidimensional visualisiert werden können.

Alle Angebote von „MATHExperience“ sind praxis- und anwendungsorientiert und richten sich an dem jeweiligen Wissensstand der Schüler aus.

„MATHExperience“ wird sowohl von der Technologie-Stiftung Berlin wie auch der Klaus-Tschira-Stiftung finanziell unterstützt.

Wem es nun in den Fingern kribbelt, noch mehr auszuprobieren, kann mit Hilfe der pdf  Anleitung „Der Transformer“ und der im TSB-Experimentierheft veröffentlichten pdf  Anleitung zum goldenen Schnitt gleich durchstarten!

Und wer Lust zum längeren Mitexperimentieren bekommen hat, findet alle Kontaktdaten zum Schülerlabor “MathExperience” unter link intern  http://genau-bb.de/mathexperience/.

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Schülerlabor „Gläsernes Labor“

In dieser Ausgabe von „GenaU hingeschaut“ präsentieren wir Ihnen das Gläserne Labor in Berlin Buch. Das Schülerlabor ist unterteilt in die drei Bereiche MaxLab, ChemLab und GenLab.

Das Geheimnis für den Erfolg des Gläsernen Labores ist die Mischung aus höchster Fachkompetenz, starker Einbindung in ein authentisches (natur-)wissenschaftliches Umfeld, hochwertiger pädagogischer Aufarbeitung sowie großer aktueller Themenweite. Es greift Theme auf, die den Alltag der Forschung auf dem Campus Berlin-Buch ausmachen. Dazu gehören für die Jüngeren Module wie „Alles drin in Milch!“ oder „Honig“ und für die Größeren „Coffein – Wirkstoff oder Droge“, „Farbstoffe – Indigo und Co.“ oder „Ökophysiologie“.

SchülerInnen beim Experimentieren im Gläsernen Labor

SchülerInnen beim Experimentieren zum Thema „Halbwertszeit“ im Gläsernen Labor (© BBB Campus Management GmbH)

Das „Gläserne Labor“ auf dem Campus Berlin-Buch ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der außerschulischen Bildungslandschaft in Berlin und weit über die Landesgrenzen bekannt. Auf dem Campus in Buch wird zu den verschiedensten Bereichen der Lebenswissenschaften geforscht – laut der UNESCO bestehend aus Biochemie, Bioinformatik, Biologie, Biomedizin, Biophysik, Bio- und Gentechnologie, Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie, Medizin, Medizintechnik, Pharmazie und Pharmakologie, Umweltmanagement und Umwelttechnik.

GenaU hat sich für Sie im Gespräch mit der Leiterin des MaxLabs, Dipl-Biol. Claudia Jacob, über das neue Modul „Radioaktivität im Alltag und in der Medizin“ und seine Bedeutung für unseren Nachwuchs informiert. Hier können Sie das pdf  Interview zum Gläsernen Labor lesen.

Einen schnellen Überblick über das Gläserne Labor und seine Angebote bietet dieses pdf  Poster „Glaesernes Labor Beitrag LeLa Bremen 2013“, das die Mitarbeiterinnen auf der diesjährigen Jahrestagung des Bundesverbandes der Schülerlabore LeLa in Bremen präsentiert haben.

Wer Lust zum Mitexperimentieren bekommen hat, findet alle Kontaktdaten zum Schülerlabor “Gläsernes Labor” unter:
link intern  genau-bb.de/glaesernes-labor/.

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Schülerlabor „DLR_School_Lab Berlin“

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist eine der größten und modernsten Forschungseinrichtungen Europas. Hier werden Flugzeuge der Zukunft entwickelt und Piloten trainiert, Raketentriebwerke getestet und Bilder von fernen Planeten ausgewertet. Außerdem forschen die über 7.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR an Hochgeschwindigkeitszügen der nächsten Generation und an umweltfreundlichen Verfahren zur Energiegewinnung – und und und …

Im DLR_School_Lab Berlin werden Schülerinnen und Schüler altersgerecht an die in Berlin angesiedelten Arbeitsgebiete Planetenforschung, Optische Informationssysteme und Verkehrsforschung herangeführt. Die Versuche erklären die Funktionsweise von Navigationssystemen, erlauben die gefahrlose Manipulation von Ampelschaltungen an vielbefahrenen Straßenkreuzungen oder beleuchten alternative Energiequellen. Weitere spannende Experimente führen ein in Themen wie Schwerelosigkeit, Infrarot-Strahlung oder die Erstellung von dreidimensional wirkenden Bildern – genau nach dem gleichen Prinzip der hier entwickelten Stereo-Kamera, die seit Jahren brilliante 3D-Aufnahmen von der Marsoberfläche übermittelt.

Abgerutschter Hang auf dem Mars.

Abgerutschter Hang auf dem Mars. Der Höhenunterschied zwischen Tal und Hochebene beträgt über 9000 Meter. Das Bild wurde mit einer im DLR Berlin entwickelten Spezialkamera auf der Sonde Mars Express aufgenommen. (© ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum))

Der zehnjährige Aaron hat am DLR-Schülerwettbewerb: „Dein bestes 3D-Foto!“ teilgenommen und mit zwei weiteren Talenten den Wettbewerb gewonnen. Er berichtet GenaU über seine Motivation zur Teilnahme und Faszination am 3-D-Fotografieren:

Mein erster 3D-Film war „Drachenzähmen leicht gemacht“, wobei man eine Polarisationsbrille tragen musste [Anm. d. Red.: Erscheinungsdatum 2010]. In den Bavaria-Filmstudios gab es noch einen coolen Actionfilm in 3D zu sehen. Seit diesen Filmen wurde ich immer mehr auf die 3D-Technik aufmerksam.

Durch Freunde bin ich auf die Jugendzeitschrift „Yaez“, aufmerksam geworden. Dort stand Beitrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, wo Jugendliche zu einem 3D-Fotowettbewerb aufgerufen wurden. [Anm. d. Red.: Die Jugendzeitung richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 21 Jahren an weiterführenden Schulen in Deutschland. Sie hat nach Eigenaussage eine Auflage von über 390.000 Exemplaren an rund 5.000 Schulen in ganz Deutschland, www.yaez.de/jugendzeitung]

Auf der Internetseite gab es einen Link, der mich zur DLR_Next-Homepage führte. Dort wurde sehr gut erklärt, wie man ein 3D-Foto mit einer normalen Kamera macht. Ich wollte das gleich ausprobieren, und als ich mich dann entschloss, bei dem Wettbewerb mitzumachen, machte ich mich auf den Weg ins Deutsche Museum. Ich bin in die Abteilung für Luft- und Raumfahrt gegangen, weil ich darauf spekulierte, mit Bildern aus der Abteilung bei einem Institut für Weltraumtechnik noch extra punkten zu können.

3D-Fotografie eines Astronauten in der Flugkapsel.

3D-Fotografie eines Astronauten in der Flugkapsel [Originaldarstellung: Deutsches Museum] (© Aaron Megerssa)

Viele Motive, wie echte Raketen, Satelliten oder Weltraumkapseln fotografierte ich. Aber das beste war das Diorama mit der Mondlandung: die Apollo 15-Mission auf dem Mond (1971) mit David Scott und James Irwing. Hierbei handelt es sich um eine verkleinerte (nur ca 2x2m großen) und sehr realistische Modellnachbildung der Mondlandung in einer tief ausgestalteten Landschaft. Wegen der räumlichen Tiefe des Modells kam der 3D-Effekt besonders gut zur Geltung. Motive, wie zum Beispiel große Raketen, die man wegen ihrer Größe aus weitem Abstand fotografieren muss, sind dagegen nicht so wirkungsvoll.

Von meinen Bildern schickte ich drei davon ein und wartete gespannt auf eine Reaktion. Nach langem Warten dachte ich, dass ich nichts gewonnen hätte. Doch eines Morgens kam ein Brief von der DLR mit der Nachricht, dass ich den ersten Platz eingenommen hatte.

3D-Fotografie der Apollo 15-Mission.

Das Siegerbild: 3D-Fotografie eines Dioramas der Apollo 15-Mission auf dem Mond [Diorama: Deutsches Museum] (© Aaron Megerssa)

Ich konnte es kaum glauben!!

Zur Preisverleihung wurde ich dann nach Berlin eingeladen. Und zudem habe ich dann einen super Nintendo 3DS gewonnen.

Beste Grüße

Aaron

Wer Lust bekommen hat, nun selbst einmal aktiv zu werden, kann sich mit Hilfe dieser pdf  DLR_next_Anleitungen-Stereoskopie-fuer-Zuhause in die Grundlagen einlesen und gleich durchstarten!

Weitere Wettbewerbe dieser Art und ebenso tolle Tips finden sie unter

link  www.dlr.de/next/

Auf unserer Homepage link intern  www.genau-bb.de stellen wir Ihnen in der Kategorie News/GenaU_hingeschaut diesen und weitere Artikel der Reihe „GenaU hingeschaut: Schülerlabor XXX“ zur Verfügung.

Alle Kontaktdaten zum Schülerlabor „DLR_School_Lab Berlin“ finden Sie unter:

link intern  http://genau-bb.de/dlr_school_lab-berlin/

 

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Schülerlabor „dEIn Labor“

dEIn Labor – das steht für „das Elektrotechnik- und Informatik-Labor“. Das Labor befindet sich mitten auf dem Campus der Technischen Universität Berlin in der City West. Schulklassen können hier Workshops zu Themen aus den Bereichen Elektrotechnik und Informatik belegen, wie zum Beispiel Robotikprojekte und die Erstellung von Stop-Motion-Kurzfilmen. Aber auch Einzelpersonen können diese und viele weitere Angebote wie zum Beispiel die Entwicklung von Schaltungen zur Erzeugung von Farbwechseln mit Leuchtdioden nutzen. Auch Solarzellen und Audioverstärker werden hier genau unter die Lupe genommen.

GenaU hat sich aus der Vielfalt der dEIn-Labor-Angebote zwei Workshops herausgepickt, die wir Ihnen stellvertretend hier vorstellen möchten.

„Das tollste ist, dass wir unsere selbstgebauten LED-Dimmer auch mit nach Hause nehmen dürfen“, sagt Felix, der sich im dEIn-Labor begeistert mit Elektrotechnik beschäftigt. Der Achtklässler ist einer von 32 Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums in Falkensee. Es gehört mittlerweile fest zum Programm der achten Klassen seiner Schule, einmal im Schuljahr das Elektrotechnik- und Informatik-Labor (dEIn Labor) der Fakultät IV der Technischen Universität Berlin zu besuchen.

Mit-Stop-Motion-ins-Filmgeschäft

Mit Stop-Motion ins Filmgeschäft (© Jacek Ruta [femTec])

Die Workshops für Schulklassen werden von Studierenden der E-Technik und Informatik durchgeführt, die ganz nebenbei auch die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler beantworten: Was ist Technische Informatik und was hat sie mit Tsunamis zu tun? Wie entstehen Platinen, die die Grundelemente aller elektronischen Geräte sind? Wie passen Elektrotechnik und Medizin zusammen? Warum macht Programmieren Spaß und was machen Informatikerinnen und Informatiker sonst noch?

Zwei von Ihnen sind die Studentinnen Silke und Marina, die als Tutorinnen im dEIn-Labor arbeiten. Sie haben einen link  Video-Clip gedreht, indem sie erzählen, wie sie über das Musikmachen zum Studium der Elektrotechnik gekommen sind.

Die beiden stehen den Schülerinnen und Schülern unter anderem in den Kursen „Mit Stop-Motion ins Filmgeschäft“ und „Farbwahl mit Leuchtdioden (RGB-Dimmer)“ zur Seite, zu denen die Fotos in diesem Beitrag gehören. Beide Workshops befassen sich mit technischen Aspekten des Sehens – nur eben von zwei sehr unterschiedlichen Aspekten aus. Im ersten Workshop stellen die Schülerinnen und Schüler auf sehr kreative Weise eigene Filme her, während im zweiten Workshop mit Leuchtdioden unterschiedliche Farben erzeugt werden.

Farbwahl-mit-Leuchtdioden-RGB-Dimmer

Farbwahl mit Leuchtdioden-RGB-Dimmer (© dEIn Labor)

link  http://www.dein-labor.tu-berlin.de/projekt/farbwahl-mit-leuchtdioden

Eine ausführlichere Beschreibung der beiden Kurse haben wir im pdf  Beispiel Kursangebote dEIn Labor  für Sie zusammengestellt.

Das dEIn Labor ist in diesem Sommer erst zu GenaU hinzugestoßen. Demnächst finden Sie es auch auf unserer Homepage. Bis dahin erhalten Sie Informationen zu allen Angeboten des dEIn-Labors, alle Kontaktdaten, sowie die Möglichkeit, sich anzumelden,  unter link  http://www.dein-labor.tu-berlin.de/.

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Schülerlabor „Carl Zeiss Mikroskopierzentrum“

Im Carl Zeiss Mikroskopierzentrum des Museums für Naturkunde können Schulklassen zusammen mit Wissenschaftlern und Museumspädagogen Mikroorganismen aus Berliner Böden, Flüssen, Seen und Kleingewässern untersuchen, die Wunderwelt im Wassertropfen erforschen sowie faszinierende Dünnschliffe von irdischen wie auch außerirdischen Gesteinen bestaunen. An bestimmten Tagen ist das Mikroskopierzentrum zudem für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Besucher können hier selber experimentieren und erfahren, welchen Fragestellungen Wissenschaftler an einem naturkundlichen Forschungsmuseum nachgehen. Weiterhin treffen sich zahlreiche Gruppen und Organisationen, wie Lehrkräfte, Studenten oder LaienwissenschaftlerInnen regelmäßig im Mikroskopierzentrum.

GenaU hat sich dieses Mal für Sie im Carl Zeiss Mikroskopierzentrum umgeschaut. Es erwartet Sie eine kleine Fotoreise durch eines der biologisch orientierten Schülerlabore im Netzwerk GenaU:

Personen beim Mikroskopieren

Gegründet wurde das Carl Zeiss Mikroskopierzentrum 2006 von neun Wissenschaftlern. Ihr Hauptanliegen ist es, ihre eigene Begeisterung für das wissenschaftliche Arbeiten an Schülerinnen und Schüler sowie die breite Öffentlichkeit weiterzugeben.

Organismen durch Mikroskop angeschaut

Dies ist ein typisches Bild, wie es Besuchern im Carl Zeiss Mikroskopierzentrum begegnen kann: Schülerinnen und Schüler erlernen hier die Funktionsweise eines Mikroskops, untersuchen Mikroorganismen aus Gewässern und Böden und  experimentieren eigenständig. Dabei erlernen die Teilnehmer ganz nebenbei auch die Methoden des wissenschaftlichen Forschens.

Schülergruppe beim Sammeln von Gewässerproben

Gemeinsam mit MuseumspädagogInnen und WissenschaftlerInnen erforschen Schulklassen Berliner Böden, Flüsse und Seen rund um das Carl Zeiss Mikroskopierzentrum. Am nächsten Tag werden die gesammelten Proben unter dem Mikroskop untersucht.

Schülerin beim Sezieren einer Schabe

Die Schülerexperimentierwoche „Experimente mit Herz“ des Netzwerkes GenaU gibt Schülerinnen und Schülern einen besonderen Einblick in das Thema Herz sowie in verschiedene Forschungsinstitute und Unternehmen, die auf diesem Themengebiet tätig sind. Im Museum für Naturkunde können sie die Blutkreisläufe von Wirbellosen untersuchen und die wissenschaftlichen Forschungssammlungen besuchen.

Lehrkräfte während einer Lehrerfortbildung

WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen und MuseumspädagogInnen bieten Lehrerfortbildungen im Mikroskopierzentrum an. Zudem ist das Mikroskopierzentrum fest eingebunden in die Lehrkräfteausbildung an der Universität Potsdam.

Den obigen Beitrag mit weiteren Bildern können Sie hier als pdf  Poster Carl Zeiss Mikroskopierzentrum herunterladen. Alle Kontaktdaten zum Schülerlabor „Carl Zeiss Mikroskopierzentrum“ finden Sie unter:

link intern  Genau-bb.de/Labore/Carl Zeiss Mikroskopierzentrum

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Schülerlabor „Blick in die Materie“

Oder:Was macht ein Schülerlabor eigentlich in den Ferien

Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie weist bereits in seinem Namen auf seine Forschungsschwerpunkte hin. Diese Themen für die Schüler begreifbar zu machen, ist Aufgabe des Schülerlabors „Blick in die Materie“. An beiden Standorten des HZB finden daher regelmäßig Projekttage für die Klassenstufen 4-13 statt. Schüler, die nachmittags in ihrer Freizeit weiter forschen möchten, haben außerdem die Möglichkeit, Arbeitsgemeinschaften zu besuchen. Lehrer können in Fortbildungen – mal ganz ohne Schüler – experimentieren und Anregungen für den Unterricht gewinnen.

Aber was passiert eigentlich in den Ferien?

Für „GenaU hingeschaut“ haben wir dieses Mal unsere Kontakte nach Wannsee spielen lassen. Wir durften Zeugen eines spannenden Projektes, dem Bau von Solarkochern, sein! Hier unser Bericht:

Kein einziger Sonnenstrahl blinzelte an diesem 21. Juni durch die grauen Wolken. Trotzdem herrschte im Schülerlabor in Wannsee „sonnige“  Betriebsamkeit. Kinder und Erwachsene bastelten in bester Laune Solarkocher, die Wasser mit Sonnenlicht erwärmen können. Das Schülerlabor hatte Grundschulkinder eingeladen, einen Vormittag während der Sommerferien gemeinsam mit einer Begleitperson zu bauen und zu experimentieren.

Fertiger Solarkocher, an der rechten Ecke ist der Ausrichtanzeiger erkennbar. Er hilft, den Reflektor optimal in der Sonne zu positionieren.

So fanden sich 15 Kinder mit Großeltern oder Eltern ein und experimentierten gemeinsam, unterstützt durch das Team des Schülerlabors und Dr. Hartmut Ehmler, Mitarbeiter des HZB. Er ist der Ideengeber dieses einfachen, aber gut funktionierenden Geräts.

Um den Solarkocher zu bauen, braucht man eigentlich nur Dinge, die normalerweise im Müll landen: eine Getränkedose, eine Plastikflasche und zwei mit Aluminiumfolie beschichtete Pizzakartons. Die Getränkedose wird schwarz angestrichen und ergibt zusammen mit der abgesägten Plastikflasche den Kochbehälter. Aus den Pizzakartons wird der Reflektor gebaut. In einer Reihe von Experimenten mussten die Teilnehmer herausfinden, welche Reflektorform am besten geeignet ist und wie die Plastikflasche als thermische Isolierung der Getränkedose funktioniert.

Gäste und Mitarbeiter im Schülerlabor in Wannsee beim Bau von Solarkochern

Bald standen die ersten Exemplare fertig auf den Tischen. Leider fehlte zum Kochen von Tee oder Suppe das Wichtigste: die Sonne. Ihre Generalprobe bestanden die Kocher trotzdem. Zwar reichte die Energie der 400 W-Strahler in der Kürze der Zeit nicht zum Kochen von Wasser, aber dass sich die Luft in der Dose innerhalb weniger Minuten auf über 80 °C aufheizte, war auch beeindruckend.

Inzwischen haben die Kocher ihren Praxistest zu Hause bestanden, wie einige Teilnehmer per Mail berichteten.

Wer Lust zum Nachbasteln hat, findet hier eine Anleitung von Herrn Ehmler, die die Seite link  www.solargourmet.de zur Verfügung stellt:

pdf  Bauanleitung_Sonnenkocher_aus_Verpackungsmaterialien

Alle Kontaktdaten zum Schülerlabor „Blick in die Materie“ erhalten Sie unter:

link intern  GenaU-bb.de/Labore/Blick in die Materie

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Schülerlabor „Biologie trifft Technik“

Ab der 15. Ausgabe unseres Newsletters haben wir eine Neuerung für unsere Leserinnen und Leser: In der Rubrik „GenaU hingeschaut: Schülerlabor XXX“ wird nun jedes Mal ein Schülerlabor näher beleuchtet. Und damit Sie als Leser leicht einschätzen können, in welchem Newsletter über Ihr Labor der Wahl berichtet wird, werden wir einfach alphabetisch vorgehen.

Wir starten daher heute die Reihe mit „Biologie trifft Technik“ der Technischen Fachhochschule Wildau:

„In den „Bio-Fächern“ steckt heute nicht mehr nur „Bio“ drinnen, sondern eine Vielzahl von wissenschaftlichen Disziplinen. Die Biosystemtechnik ist hierfür ein Paradebeispiel. Ein aktueller Forschungsansatz aus diesem Bereich ist die Herstellung von Biobrennstoffzellen. Aber, wie kann man mit Hilfe von biologischem Material, wie beispielsweise Enzymen, Strom erzeugen? Welche Hürden müssen genommen werden, um Biobrennstoffzellen zu entwickeln, die Implantate wie z.B. Herzschrittmacher antreiben können? Eine solche Aufgabenstellung benötigt Kenntnisse und nutzt Konzepte aus verschiedenen naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen: von der Biologie, Chemie bis hin zur Oberflächen- und Nanotechnologie. Genau diese weite Spanne wollen wir im Schülerlabor vermitteln. Dazu haben wir eine Reihe von neuen Experimenten ausgearbeitet, bei denen die Schüler z.B. selbst einmal eine Biobrennstoffzelle bauen und testen können.“ so Matthias Broser, Leiter des Schülerlabors „Biologie trifft Technik“ gegenüber GenaU.

link intern  Film: Brennstoffzelle – Biologie trifft Technik

Im pdf  Interview erklärt Matthias Broser, Leiter der Schülerlabors „Biologie trifft Technik“ uns, was eine Biobrennstoffzelle überhaupt ist und wie Schüler und Schülerinnen im Labor so eine Zelle tatsächlich selber bauen möchten.

Und besonders Interessierte finden in dieser pdf  Beschreibung einer Biobrennstoffzelle noch eine anschauliche weiterführende Erklärung, die sicherlich auch eine gute Grundlage bietet für den Einstieg im Unterricht!

Alle Kontaktdaten zum Schülerlabor „Biologie trifft Technik“ erhalten Sie unter:

link intern  GenaU-bb.de/Labore/Biologie trifft Technik

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